Kategorie: À propos

5. Oktober 2009 · 21:51 ····

durchblick

Gut, hat die Justiz in Sachen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz endlich Klarheit geschaffen:

All dies lasse nur den Schluss zu, dass sein starrer Blick auf den Busen sexuell motiviert gewesen sei und nicht etwa geschäftlich-neutral oder freundschaftlich-kollegial.

Agenturmeldet NZZ Online

Wenn Sie das nächste mal der Mitarbeiterin auf den Ausschnitt oder dem Praktikanten auf den Arsch starren, denken Sie also bitte daran, dass Sie dies geschäftlich-neutral tun.

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10. August 2009 · 21:31 ····

talentshow

Heute von Herrn N. hierauf (HAHAHA) aufmerksam gemacht worden. Danach hierhin weitergesurft und dabei auf diesen doch bemerkenswerten Absatz gestossen:

Nach der EM 2000 wurde [Sascha Ruefer] von SF DRS wegen mangelnder Leistung entlassen. Ein paar Tage später bekam er eine neue Chance, allerdings mit einem auf 50 Prozent zurückgestuften Pensum.

Aaah, ist ja herzallerliebst, dass die geschützte Werkstatt am Leutschenbach auch offenkundig Minderbegabte und Leistungsschwache nicht ausgrenzt. Fernsehmacher trotz allem, sozusagen.

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17. Mai 2009 · 10:39 ····

seldwyla–babylon

Es ist das wahrscheinlich bestdokumentierte Beispiel von fehlgeleitetem Aktivismus in der Politik: Die Rechtschreibreform von 1996, die nicht nur inhaltlich völlig verfehlt, sondern auch ein (weiteres) Beispiel für staatliche Wissensanmassung ist. Man darf weiterhin hoffen, dass diese Missgeburt doch noch irgendwann zu Grabe getragen wird.

Es ist inzwischen deutlich absehbar: Die herkömmliche Schreibung wird in den meisten Fällen die normale bleiben! [...] Wir wollen doch beim Lesen nicht permanent über Schreibungen stolpern, die unsere Aufmerksamkeit vom Textinhalt ablenken! Orthographische Varianten, Inkonsequenzen oder gar «wilde» Kreationen, die einem seit der Reform sehr viel häufiger begegnen als vorher, tun aber genau das.

Weil nämlich diese Reform – gemessen an ihren Zielen – so eindeutig als gescheitert zu betrachten ist...

Die Reform war in vielen Punkten unnötig oder sogar verfehlt, und ihr 2004 an die Hand genommener Rückbau durch Schaffung der Varianten war mutlos und für die Sache zusätzlich fatal. Sogar die wenigen ganz zurückgenommenen Dummheiten der Reform sind kaum mehr auszurotten, wie es tut mir Leid (leid ist hier ein Adjektiv, deshalb kann sehr, ausserordentlich usw. davor stehen). Und den Vogel abgeschossen hat Johanna Wanka, die ehemalige Präsidentin der deutschen Kultusministerkonferenz, die im Januar 2006 in einem Interview mit dem «Spiegel» einräumte: «Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.»

... und dies sogar von denen eingestanden wird, die sie ausgeheckt haben,...

Damit erweist der Staat seiner jungen Generation einen Bärendienst. Es ist zwar begreiflich, dass man den Lehrkräften nicht zumuten will, alle paar Jahre wieder eine neue neue Rechtschreibung lernen und lehren zu müssen. Aber Nichtstun ist noch schädlicher [...]. Man lässt die Schülerinnen und Schüler also bewusst ins Abseits laufen, indem man sie die selteneren Schreibungen lernen lässt und ihnen beibringt, die beliebteren seien falsch. Das zeigt, dass die Reforminitiatoren und -anhänger nach wie vor krampfhaft versuchen, ihr künstliches Geschöpf am Leben zu erhalten. Es ist jetzt höchste Zeit, dieses Experiment abzubrechen. Wir müssen so rasch wie möglich wieder zu einer sprachrichtigen und einheitlichen, kurz: zu einer unauffälligen Rechtschreibung für alle zurückfinden.

Rudolf Wachter in der NZZ am Sonntag vom 17. Mai 2009

... kann man wirklich nur zu diesem einen Schluss kommen: lieber spät als gar nicht einen Schlussstrich ziehen.

Und so sind die vermeintlich fortschrittsfeindlichen Sprachorthodoxen, die belemmerte Schreibungen wie «Tipp», «aufwändig» oder «kennen lernen» (ganz zu schweigen von der Jekami-Interpunktion) stets abgelehnt haben, vielleicht (lies: hoffentlich) bald wieder ganz modern...

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27. April 2009 · 21:10 ····

pest practice

Was, schon wieder ein Comeback!?

So schön kann Seuche sein

Titelt der Blick am Abend

Ach so. Es geht hier gar nicht um die Spice Girls. Schwein gehabt.

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16. Februar 2009 · 21:34 ····

spurious

Dass Ned Davis Research hanebüchene «Erkenntnisse» der ohnehin verblödenden Finanzbranche für teures Geld verkauft, ist das eine.

Aus der NZZ vom 16. Februar 2009

Dass jedoch die Qualitätszeitung diesen ausgemachten Unsinn, der Ökonometrikern die Haare zu Berge stehen lässt, auch noch abdruckt, ist doch ein wenig gar bemühend.

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21. Januar 2009 · 22:56 ····

aufnahmeprüfung des tages

Die Schweiz ist bereit, die Aufnahme entlassener Guantanamo-Häftlinge zu prüfen. Der Bundesrat hat dies am Mittwoch der neuen US-Regierung signalisiert, wie Bundesratssprecher Oswald Sigg den Medien mitteilte.

[...]

Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hingegen kritisierte, der Bundesrat vergesse «den ganzen Rattenschwanz an Folgen», welche die Einreise mutmasslicher Terroristen hätte.

Gefunden auf swissinfo.ch

Ach. Alles halb so wild. Die schicken die Häftlinge dann ja eh nach Schweden...

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12. Januar 2009 · 21:04 ····

schweizer jugend forscht

Ich habe mich ja langsam damit abgefunden, dass sich mein Vorname hierzulande wachsender Beliebtheit erfreut, aber diese Publicity finde ich jetzt doch ein bisschen übertrieben.

Top of the Pops

Gesehen im Blick am Abend

Dabei hiess der Bub am morgen im 20 Minuten (News von jetzt!) doch noch Marc...

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24. November 2008 · 23:13 ····

turm von a8 auf d8

Doch nicht: Roche-Spirale

Ou ou ou! Könnten wir den Turm nicht nach Zürich holen und anstelle dieses schrecklich phantasielosen Prime Tower hinstellen? Bitteee!

Wer im Glashaus sitzt, soll mit Steinen werfen! Bitte!!

Dies und mehr auf primetower.ch

Ach, stimmt ja... Die Zürcher Architektenzunft mag es nicht, wenn ihr Auswärtige in Zürich dreinbauen. Sonst hätten wir ja schon bald auch ein ansehliches Kongresshaus...

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18. November 2008 · 22:57 ····

arithmetische nullnummer

Nicht totzukriegen: die beliebte Selbsttäuschung jener, die über den Wahlerfolg der SVP vor einem Jahr frustriert sind, heute vorgetragen in einem Leserbrief in der NZZ von Josef Lang (St. Niklausen):

Die SVP brüstet sich gerne als wählerstärkste Partei unseres Landes und erweckt dabei oft den irreführenden Eindruck, sie vertrete 30 Prozent der Bevölkerung unseres Landes. Da aber leider nur etwa 50 Prozent unserer Bevölkerung von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen und nur 30 Prozent davon SVP wählen, ergibt das nur 15 Prozent Anteil an der wahlberechtigten Bevölkerung.

Fein, und was gewinnen wir, wenn wir die Wähleranteile sämtlicher Parteien mit 0.5 multiplizieren? Nullkommanichts; die SVP bleibt die wählerstärkste Partei. Die Aussage «ergibt das nur 15 Prozent Anteil an der wahlberechtigten Bevölkerung» unterstellt, dass die schweigenden 50 Prozent allesamt SVP-Gegner seien; das ist grober Unfug (wenn nicht gar «irreführend»).

Dies soll kein politisches Statement sein, sondern bloss die Absurdität dieser Art von Zahlenakrobatik betonen. Man mag den hohen Wähleranteil der SVP begrüssen oder auch nicht (ich persönlich bin nicht sehr angetan davon). Aber kleinrechnen lässt er sich nicht.

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6. Oktober 2008 · 19:01 ····

aufge-wacht

Potzdonner. Die Armeeführung wurde offenbar mit Vernunft aus- bzw. nachgerüstet:

Armee verzichtet auf Wachtdienst mit durchgeladener Waffe

In den ersten neun Monaten des Jahres wurden in der Armee im Rahmen des Wachtdienstes acht ungewollte Schussabgaben registriert, wie das VBS weiter schreibt. Dabei sei niemand gravierend verletzt worden.

Agenturmeldet NZZ Online

Erstaunlich, dass diese unsinnige Massnahme rückgängig gemacht wurde, noch ehe es zu einem Unfall mit Todesfolge gekommen ist. Bleibt zu hoffen, dass die neue Vernunft nicht allzu schnell wieder verschossen wird...

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affaire publique ·· à faire public?

Das Geschreibsel eines in Zürich wohnhaften, berndeutsch- sprachigen Gelegenheitsbloggers so um die dreissig mit einer kaum zu leugnenden Affinität zu allerhand -ismen. Wer’s genauer wissen will, schreibt an juriÄTsarbachDOTcom.

 

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