Was ist eigentlich das Gegenteil von Blogorrhoe?
So. Meiner einer geht jetzt erst mal in die Ferien. Dieses Blog bleibt daher für ein Weilchen im Stand-by. Lesen Sie, geschätze Leserschaft, doch in der Zwischenzeit ein paar andere Blogs; die Empfehlungen finden sie rechts. Und falls ich unterwegs irgendwo das Internet finde, werd ich ja vielleicht mal ein paar Zeilen absetzen...
Heute wurde ich darauf hingewiesen, dass die Beitragskadenz in diesem Blog doch sehr zu wünschen übriglässt. Nun, die Kritik ist natürlich absolut berechtigt. Andererseits: Was hat sich denn in jüngster Zeit schon ereignet, das wirklich bloggenswert wäre? Die Schweiz hat offenbar gegenwärtig keine grösseren Probleme als die Erstaugustfeier auf dem Rütli, der FCZ wird Schweizermeister und die FDP weiss nichts Besseres, als Ueli Maurers Ständeratskandidatur zu unterstützen – im Ernst: was soll man da noch sagen?
Aber lassen Sie mich die Gelegenheit nutzen, um etwas Persönliches loszuwerden. Gestern kam es nämlich, dass ich Timothy Learys abermaliger Bestattung beiwohnte. Das sah so aus:
Nun, solches gibt einem natürlich zu denken: Urplötzlich (und vor allem: unwillkürlich!) wird einem die Vergänglichkeit der eigenen Existenz bewusst (Sie sehen: heute kennen wir in Sachen Tiefgründigkeit keine Grenzen). Daher lassen Sie mich klarstellen, solange mir noch Zeit dazu bleibt: Falls ich vom Tram überfahren werde (und in Zürich ist die Wahrscheinlichkeit hierfür einigermassen gross) oder sonstwie das Zeitliche segne, möge meine Asche bitteschön 15m³ Beton beigemischt und daraus ein an einem angemessenen Platz zu errichtender, denkmalartiger Monolith gegossen werden, um den herum bis in alle Ewigkeit Affen mit Knochen trommeln. So stelle ich mir das ungefähr vor. Ja? Gut. Danke.
Ich habe gerade beschlossen, dem Januarloch in diesem Blog ein Ende zu setzen. Freilich: Es ist nicht so, dass man während des Militärdienstes keine Zeit hätte zu bloggen; doch fällt man alsbald in einen vegetativen Zustand, der es einem verunmöglicht, auch nur halbwegs Geistreiches zu schreiben. (Und ausserdem verbringt man, wenn man ständig in einem Luftwaffenbunker tief, tief im Berg sitzt, die einsatzfreie Zeitgerne gerne auch mal draussen an der frischen Luft, selbst wenn einem dabei gegenwärtig fast die Löffel abfrieren.)
Noch eine Woche, dann nehmen die Abenteuer des Gefreiten Sarbach ein jähes Ende... :-)
Bestimmt fragen Sie sich, weshalb es in diesem Blog in letzter Zeit so angenehm ruhig war. Nein, natürlich fragen Sie sich das nicht, aber wissen Sie was? Ich sag’s Ihnen trotzdem. (So bin ich dann wieder.) Es ist nämlich so: Ich habe mich in den vergangenen Tagen auf meinen WK vorbereitet, der morgen beginnt. Und da es mein letzter WK ist (die Indizien häufen sich, dass ich alt werde), wollte ich mich besonders gut vorbereiten. Will heissen: Ich habe schon mal fleissig geübt, nicht zu denken. Desinteressiert zu sein. Nur auf Befehl zu handeln. Und da mir niemand befohlen hat zu bloggen... na ja, eben.
Hm, haben wir auch alles Wichtige eingepackt? Mal sehen: iPod, NZZ Folio, DVDs, Jasskarten... ja, scheint alles da zu sein. Fein, dann kann es losgehen.
Jetzt sollte ich aber unbedingt ins Bett. Sonst bin ich dann nicht hinreichend ausgeruht, wenn die Jassgefechte losgehen. Und das wollen wir doch vermeiden, nicht wahr, denn schliesslich bezahlen Sie dies mit Ihren Steuern... ;-)
Es ist Ende November, und noch immer kreucht und fleucht es. Neulich auf dem Balkon eine Wespe gesichtet; gestern in meinen eigenen vier Wänden eine Mücke erlegt; heute morgen auf einem meiner Bonsais eine Raupe entdeckt – ...!
Jetzt reicht’s, gopf. Ich rufe hiermit den Winter aus. Eigentlich wollte ich damit ja noch zuwarten bis zum meteorologischen Winterbeginn am Freitag, aber diese Insektenplage veranlasst mich, meinem Blog das Winterkleidli überzustülpen und den Winter für eröffnet zu erklären. Voilà.
(Falls Sie es nicht sehen, geschätzter Leser, müssen Sie vielleicht rasch ihren Käsch leeren, gell.)
Also man kann ja schon schampar viel Zeit verplemperlen mit diesen Style Sheets und Blog-Templates. Sapperlott, jetzt bin ich schon ganze vier Tage lang am Herumgfätterlen (... und es sieht immer noch Scheisse aus - jaja, gebt’s zu: das ist, was Ihr eben dachtet). Und manchmal habe ich sogar das Gefühl, jetzt kommt’s gut. Und dann realisiert man: natürlich zeigt der Internet Explorer die Chose mal wieder stellenweise etwas quirky an.
Aber für heute lass ich es gut sein. Das Bett ruft. Und ausserdem muss ich mich ja ohnehin langsam daran gewöhnen, Strom zu sparen...
*schnarch*
Sodeli, der Blog wäre hiermit losgetreten.
Fürwahr: Auf diesen Blog hat die Welt nicht gewartet. Aber das macht nichts. Keine Bange: Ich habe ja nicht vor, mein Leben hier zu vertagebuchen; doch hin und wieder brennt es mich halt einfach unter den Nägeln, hin und wieder muss ich einfach meinen Senf dazuzugeben. Zu was? Na ja, das ist doch Wurst; zu Was-auch-immer halt. Der Blog dient also mehr der Psychohygiene als der Volksaufklärung. Der geneigte Leser (und um es an dieser Stelle gleich ein für alle Mal klarzustellen: Auf Schreibweisen wie «der/die LeserIn» wird in diesem Blog aus ästhetischen Gründen verzichtet – die männliche Form schliesst die geneigte Leserin selbstverständlich mit ein) möge mir dies nachsehen. Und sonst surfe er einfach weiter. Rechts hat’s Links. (Haha, lustig.)
Das Geschreibsel eines in Zürich wohnhaften, berndeutsch- sprachigen Gelegenheitsbloggers so um die dreissig mit einer kaum zu leugnenden Affinität zu allerhand -ismen. Wer’s genauer wissen will, schreibt an juriÄTsarbachDOTcom.
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