Es hat ja schon fast etwas Anrühriges, wenn man daran zurückdenkt, wie schönfärberisch uns das Absatzkartell namens Buchpreisbindung einst verkauft wurde – beziehungsweise wie unverändert schönfärberisch jetzt argumentiert wird beim Versuch, am Rad der Zeit zu drehen und diesen Protektionismus wieder einzuführen. Kulturelle Bereicherung, Vielfalt des Angebots, blubberdiblupp.
Und jetzt hat der Buchhandel mal ganz kurz den Kopf zwischen den Buchdeckeln hervorgestreckt und gemerkt: hey, es gibt da ja jetzt etwas ganz Neues namens Inn...teern...et. – Internet.
Auf breite Kritik stösst eine fehlende Regelung für den grenzüberschreitenden elektronischen Buchhandel. Gruppen jeglicher Couleur beklagen eine Diskriminierung des inländischen Buchhandels. Internet-Händler wie Amazon würden so die Preisbindung im Inland unterlaufen. Gerade angesichts der zunehmenden Popularität des Online-Handels sei die fehlende Regulierung ein Fehler.
Gelesen auf NZZ Online
Na, ist ja herzig, wie sie sich anschicken, gegen Windmühlen zu kämpfen. Willkommen im Wettbewerb, liebe Buchhändler, willkommen im 21. Jahrhundert!
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Das Geschreibsel eines in Zürich wohnhaften, berndeutsch- sprachigen Gelegenheitsbloggers so um die dreissig mit einer kaum zu leugnenden Affinität zu allerhand -ismen. Wer’s genauer wissen will, schreibt an juriÄTsarbachDOTcom.
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