Die FDP, die sich zusammen mit den Liberalen gerade neu erfindet, werkelt bekanntlich an einem neuen Namen.
So schlägt die Luzerner FDP als neuen Namen «Liberale Bewegung Schweiz» (LBS) vor. Der Geschäftsführer der FDP Luzern, Othmar Wüest, begründet diesen Vorschlag auf Anfrage damit, dass eine Neugründung auch sichtbar gemacht werden müsse und dass dabei dem Begriff «liberal» im Parteinamen eine dominierende Stellung zukommen sollte. Ferner sei auch der Terminus «Partei» in der Öffentlichkeit negativ besetzt, weil er letztlich stets für das Trennende, Ausgrenzende stehe. «Bewegung» dagegen sei ein positiv besetzter Begriff, gewissermassen «das Gegenteil von Stillstand».
Zu lesen in der NZZ vom 21. August 2008
Huii! Kann es sein, dass sich in den Reihen der FDP überproportional viele PR-Talente befinden (Hop Sviz!)? Oder versteht sich die einstige Gründerin des modernen Bundesstaates tatsächlich nur noch als «Bewegung»? (Zugegeben: immerhin passt das je länger, je mehr zur Wählerstärke der FDP. Aber trotzdem.) Natürlich bin ich der hohen Marketingwissenschaften nicht so kundig wie der durchschnittliche FDP-Exponent, aber... «Bewegung» – das riecht doch irgendwie so nach Anti-Vietnamkrieg-Demo, nach Bürgerprotest und AKW-Besetzung...? Wird der Freisinn also schon bald aktiv für den Liberalismus protestieren und Bauernhöfe, Poststellen und Steuerämter besetzen? (Positiv besetzen, versteht sich.)
Das Geschreibsel eines in Zürich wohnhaften, berndeutsch- sprachigen Gelegenheitsbloggers so um die dreissig mit einer kaum zu leugnenden Affinität zu allerhand -ismen. Wer’s genauer wissen will, schreibt an juriÄTsarbachDOTcom.
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