Archiv für: April 2008

16. April 2008 · 23:00 ····

umlageverfahrene situation

Derzeit kommen auf 100 20- bis 64-Jährige 26 Personen im Rentenalter. Dieser Altersquotient dürfte bis Ende 2050 einen Wert von 50 erreichen, das heisst auf eine Person im Rentenalter werden zwei Personen im erwerbsfähigen Alter entfallen.

Gelesen auf NZZ Online

Da haben wir es wieder einmal: Immer diese Angstmacherei von wegen wie finanziell bedroht unsere allseits geliebte AHV doch sei. Ein Rentner auf zwei Erwerbstätige, das ist doch nun wirklich ein Klacks und nicht weiter dramatisch. Da gibt’s ganz klar noch Spielraum: ein Rentner pro Erwerbstätigen ginge nämlich sicher auch (und es wäre nebenbei auch sozial viel gerechter, wenn sich nicht zwei Erwerbstätige einen Rentner teilen müssten). Lassen Sie uns also die AHV noch ein wenig mehr auspressen und Prestigeprojekte der Linken wie die Senkung aka «Flexibilisierung» des Rentenalters unverzüglich umsetzen. Beziehungsweise noch viel mehr: Rentenalter 30 für alle! Und zwar sofort!

Kategorien: #&*%@$!, À gauche, à droite ·· ····
·· Trackback (0) ····
11. April 2008 · 23:33 ····

hört das signal

Rund 300 Personen haben sich in Freiburg gegen die Schliessung des Kunden-Service-Center von SBB Cargo stark gemacht.

Liest man z.B. auf news.search.ch

Aber, aber, liebe SBB-Cargo-Angestellte in Freiburg - eine Protestkundgebung? Was soll denn das? Ihre Tessiner Kollegen haben doch vorgeführt, wie man das macht. Gestatten Sie, dass ich Ihnen auf die Sprünge helfe:

  • Legen Sie zunächst Ihre Arbeit nieder. Ja richtig, streiken Sie! Sehen sie zu, dass sie ein genügend grosses Gelände zur Verfügung haben – die Unia wird auch ein bisschen mitstreiken wollen, denn schliesslich kommen ihre roten Fahnen im Fernsehen super rüber.
  • Stellen Sie sogleich Ihre absoluten Maximalforderungen. Bestehen Sie auf Garantien, dass alles so bleibe, wie es ist. Veränderungen sind nämlich aus Prinzip doof. (Es sei denn, es handle sich um eine Lohnerhöhung, aber die können Sie ja dann Ende Jahr wieder fordern.)
  • Suchen Sie sich einen SBB-Manager aus und prangern sie Ihn und seinen hohen Lohn an. Nehmen Sie vielleicht nicht gerade Andreas Meyer, denn die Causa Meyer (oder in dem Fall: die Casa Meyer) ist medial ja schon ein wenig abgelutscht. Aber sie können ja zum Beispiel den anderen nehmen, diesen Verwaltungsratspräsidenten. Sie wissen schon, der mit dem komischen und verdächtig bourgeois klingenden Namen. Oder sonst nehmen Sie halt trotzdem Andreas Meyer. Ein so hoher Lohn reicht ja locker für zweimaliges Empörtsein.
  • Bringen Sie die Politiker gezielt ins Spiel. Denn bekanntlich wurden diese nicht gewählt, um die grossen Probleme zu lösen, sondern um sich um alle Einzelschicksale dieses Landes zu kümmern.
  • Womit wir auch gleich beim letzten und wichtigsten Punkt angelangt sind: Spielen Sie die Randregion-Karte! Sie ist der Trumpf-Buur im Strukturerhaltungs-Jass und hat in diesem Land noch jede ökonomische Räson zur Strecke gebracht. Werden Sie nicht müde zu betonen, wie wichtig Ihre Region und somit Ihr Arbeitsplatz für den nationalen Zusammenhalt sei blabla, Sie wissen schon, das Übliche halt. Und geben Sie sich düpiert, sollte irgend so ein bornierter Deutschschweizer auch nur den leisesten Zweifel anmelden.
Kategorien: À gauche, à droite ·· ····
·· Trackback (0) ····
10. April 2008 · 20:45 ····

fehrblödung des volkes

Im NZZ-Streitgespräch unterstützt der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Fehr die Initiative [«Volkssouveränität statt Behördenpropaganda»] des rechtsbürgerlichen Vereins «Bürger für Bürger». Weite Teile der Bevölkerung würden ein berechtigtes Misstrauen gegenüber einer Regierung hegen, die offensichtlich häufig nicht die Haltung der Volksmehrheit vertrete. Man müsse heute von einer «manipulierten Demokratie» sprechen, sagt Fehr.

Von der Frontseite der heutigen NZZ

Ach, Herr Fehr... Nur weil grosse Teile Ihrer Partei Manövriermasse sein mögen, muss das doch nicht auch gleich für den Rest des Volkes gelten.

Kategorien: À gauche, à droite ·· ····
·· Trackback (0) ····
6. April 2008 · 11:39 ····

squeeeeeeze!

Manchmal muss man sich einfach etwas gönnen. Bankenkrise hin oder her. Und sei es auch nur etwas Kleines. Wie dieses Kästchen. Dieses kleine, aber grossartige Kästchen.

Squeezebox Receiver

Dieses kleine, aber grossartige Kästchen ist Teil der Squeezebox Duet und fängt die Vibes tausender Internetradiostationen aus dem digitalen Äther ab oder zapft die Musiksammlung auf dem heimischen PC an, um sie ans HiFi-System weiterzugeben. Pah, werden Sie jetzt wahrscheinlich denken, das ist ja beileibe nicht gerade der letzte Schrei. Sie haben natürlich recht! Der eigentliche Clou ist denn auch die WLAN-Fernbedienung mit LCD, mit der sich die ganze Sache iPod-like steuern lässt. Ein vorzügliches Gerätchen. Sehen Sie, wie es das Fräulein zum Strahlen bringt? (Hm, oder rührt das etwa vom Dreitagebart des Herrn her?)

Squeezebox Controller

So, und jetzt wollen Sie mich bitte enschuldigen; ich nehme jetzt den 327. Anlauf, meine Musiksammlung ordentlich zu benamsen und zu betaggen...

Kategorien: Le machin truc, À fonds perdu ·· ····
·· Trackback (0) ····

affaire publique ·· à faire public?

Das Geschreibsel eines in Zürich wohnhaften, berndeutsch- sprachigen Gelegenheitsbloggers so um die dreissig mit einer kaum zu leugnenden Affinität zu allerhand -ismen. Wer’s genauer wissen will, schreibt an juriÄTsarbachDOTcom.

 

 

Archiv


April 2008
Mo Di Mi Do Fr Sa So
<< < Aktuell > >>
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30        

Suche

powered by
b2evolution