26. August 2008 · 11:24 ····

«shaved» is the expression

Was die IMDB alles weiss... Nachdem ich The Bank Job gesehen hatte, musste ich umgehend nachschauen, wer die Überfrau ist, die die Martine Love spielt. Dabei hierauf gestossen:

Roger Donaldson said one of the most difficult days of filming was when he filmed the brothel scene. The scene called for the women to be walking around wearing only garters. However, Donaldson said that when he went to film the scene he discovered that most of the women shaved their genitals, which would have been anachronistic for 1971. So the actresses had to wear pubic wigs called "merkins." This caused a problem because the merkins were hard to secure in place and kept slipping, causing Donaldson much aggravation.

Gefunden auf imdb.com

Wahrlich: Tempora mutantur...

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21. August 2008 · 22:33 ····

und sie bewegt sich doch (oje)

Die FDP, die sich zusammen mit den Liberalen gerade neu erfindet, werkelt bekanntlich an einem neuen Namen.

So schlägt die Luzerner FDP als neuen Namen «Liberale Bewegung Schweiz» (LBS) vor. Der Geschäftsführer der FDP Luzern, Othmar Wüest, begründet diesen Vorschlag auf Anfrage damit, dass eine Neugründung auch sichtbar gemacht werden müsse und dass dabei dem Begriff «liberal» im Parteinamen eine dominierende Stellung zukommen sollte. Ferner sei auch der Terminus «Partei» in der Öffentlichkeit negativ besetzt, weil er letztlich stets für das Trennende, Ausgrenzende stehe. «Bewegung» dagegen sei ein positiv besetzter Begriff, gewissermassen «das Gegenteil von Stillstand».

Zu lesen in der NZZ vom 21. August 2008

Huii! Kann es sein, dass sich in den Reihen der FDP überproportional viele PR-Talente befinden (Hop Sviz!)? Oder versteht sich die einstige Gründerin des modernen Bundesstaates tatsächlich nur noch als «Bewegung»? (Zugegeben: immerhin passt das je länger, je mehr zur Wählerstärke der FDP. Aber trotzdem.) Natürlich bin ich der hohen Marketingwissenschaften nicht so kundig wie der durchschnittliche FDP-Exponent, aber... «Bewegung» – das riecht doch irgendwie so nach Anti-Vietnamkrieg-Demo, nach Bürgerprotest und AKW-Besetzung...? Wird der Freisinn also schon bald aktiv für den Liberalismus protestieren und Bauernhöfe, Poststellen und Steuerämter besetzen? (Positiv besetzen, versteht sich.)

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10. August 2008 · 20:16 ····

nicht sehr berauschend

Die gute Nachricht lautet: Der Techno lebt (immer noch). Und die schlechte lautet: Die Party ist (immer noch) tot, irgendwie. Auch die 17. Ausgabe der Streetparade ist nämlich weit davon entfernt, an die besten Zeiten anzuknüpfen. An die Zeiten, in denen die Parade nicht bloss noch an ein Zürifäscht mit Freiluftdisko (na, hab ich jetzt das nicht wunderschön eingedeutscht?) erinnerte; an die Zeiten, in denen die Organisatoren aus gutem Grund den Ausschank von Alkohol unterbanden.

Tja der Alkohol: Auch wenn es heuer nicht gleich Massenschlägereien und Tote gab – er ist und bleibt der Partystimmung alles andere als zuträglich. Soll sich die Streetparade nicht sehr bald überlebt haben, täten die Organisatoren täten gut daran, nicht noch selber Alkohol ins Feuer zu giessen und ihre Sponsoring-Liaison mit Bierbrauern zu beenden. Nicht dass dadurch der Alkohol völlig von der Parade verschwände; das wäre ja auch gar nicht nötig. Aber vielleicht kämen dann ein paar Hohlköpfe weniger, die wenig mit elektronischer Musik am Hut haben und den Anlass als Zürifäscht begreifen, an dem man endlich mal einen Blick auf ein paar Titten erhaschen kann; die primär kommen, um sich wieder mal volllaufen zu lassen; und die anschliessend betrunken herumgrölen (schlimmer noch: betrunken Fussballhymnen herumgrölen) und unberechenbar werden. Womöglich hätte es dann nur noch 400'000 anstatt 800'000 Teilnehmer. Und die Streetparade wäre vielleicht nicht mehr die grösste Veranstaltung dieser Art. Aber bestimmt mit Abstand die beste.

Rave or die
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5. August 2008 · 22:19 ····

euphemismus des tages

Aus der beliebten Reihe «bewährte Techniken zur Problemverdrängung» (aufmerksame Leser haben’s natürlich gemerkt: das ist auf diesen Seiten gar keine Reihe, schon gar keine beliebte. Aber behalten Sie’s für sich, ja?) – heute: das Schönreden:

Die Überalterung der Schweizer Gesellschaft bedeutet nach einer Studie nicht zwangsläufig eine stärkere Belastung für die Jungen. Da ältere Menschen mehr medizinische Hilfe benötigen, sorgen sie für Arbeit und Lohn für die Jungen.

Agenturmeldet NZZ Online

Aha. Die junge Generation soll also erfreut und dankbar sein darüber, dass die absehbare demographische Entwicklung ihr in den nächsten Jahrzehnten stark steigende Gesundheitskosten aufbürden wird, weil ein Teil davon wieder als Lohn an sie zurückfliesst? Erstaunlich, welch kapitalen Unsinn man heute mit Nationalfonds-Mitteln publizieren darf.

24. Juli 2008 · 23:10 ····

nomenklatortur

Es gibt doch noch Eltern, die sich bei der Namesfindung für ihren Nachwuchs etwas Ausgefalleneres einfallen lassen als Sara oder David:

Weil es von seinen Eltern einen allzu bizarren Namen verpasst bekam, ist ein neunjähriges Mädchen in Neuseeland vor Gericht gezogen - und hat gewonnen. Ein Richter ordnete an, dass sich «Talula does the Hula» umbenennen darf. [...]

Der Richter hatte auch Eltern ausfindig gemacht, die ihre Kinder auf Namen wie «Violence» («Gewalt») oder «Bushaltestelle Nr. 16» getauft hatten. Andere hatten ihre Zwillinge «Fish and Chips» genannt. Die Kinder einer Familie wurden allesamt nach den Modellnamen von Sechszylinder-Autos von Ford getauft.

Agenturmeldet NZZ Online

Schade bloss, erfahren wir nicht, wie Talula does the Hula denn nun heisst. Wahrscheinlich so etwas wie Talula is sick of the Hula and does now the Hoop.

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10. Juli 2008 · 22:48 ····

kniefall des tages

Nach massivem Druck des Branchenverbands Astag will Finanzminister Hans-Rudolf Merz den Transportunternehmern bei der Schwerverkehrsabgabe entgegenkommen. Er wird dem Bundesrat vorschlagen, die Erhöhung der Abgabe für die so genannten Lastwagen der Schadstoffkategorie Euro 3 bis 2011 hinauszuschieben. [...]

Die Astag bekämpft die Erhöhung der LSVA generell und argumentiert auch mit den hohen Treibstoffpreisen.

Zu lesen auf NZZ Online

Na prima. Ein bisschen jammern, ein bisschen drohen, und schon gibt der Bundesrat nach? Herrlich. Welcher Verband kommt als nächstes und drückt wegen der gestiegenen Energiekosten ein wenig auf die Tränendrüsen?

8. Juli 2008 · 11:29 ····

referendum nolens volens

Also die «Opposition» ist auch nicht mehr, was sie mal war. Früher hätte der Wilhelm Tell in ihr ohne grosses Hin und Her – jetzt erst recht! – zum Referendum gegen das Personenfreizügigkeits-Paket geblasen. Heute lamentiert sie bloss noch in lächerlichen ganzseitigen Zeitungsinseraten über den angeblich desolaten Zustand der Demokratie im Lande.

Schweizer Qualitätsinserat

Man kann das indes auch als ermutigendes Signal werten: Offenbar hat inzwischen auch Christoph Blocher aka die Parteileitung verstanden, dass der volkswirtschaftliche Kollateralschaden bei einem Scheitern des Bilateralismus’ zu gross wäre, als dass man ein Nein riskieren sollte. Jetzt müsste es nur auch noch die Basis begreifen...

29. Juni 2008 · 11:44 ····

daddy cool

Watching Microsoft in the company of Google and Facebook is a bit like watching your dad trying to be cool.

The Economist zum Ende der Ära Gates

Schön formuliert.

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24. Juni 2008 · 21:01 ····

ultimativ amüsant

Gutes Timing: Jetzt, wo die Euro so langsam zu Ende geht, meldet sich das Sommertheater der SVP zurück.

Parteipräsident Rudolf Joder ging in seinem Eingangsreferat hart mit der «Gruppe Bubenberg» ins Gericht. Die Anfang Juni veröffentlichte Resolution habe die Partei vor das Ultimatum gestellt, entweder aus der SVP Schweiz auszutreten oder die Partei zu spalten – laut Joder «kein anständiges und demokratisches Vorgehen».

Aus der NZZ vom 24. Juni 2008

Hey Moment mal – war das jetzt etwa selbstironisch? Oder doch nur unfreiwillig ironisch? Hm, wohl schon eher letzteres; SVP-Exponenten sind ja oft nicht gerade sehr Humor-affin (mit Ausnahme von Oskar Freysinger natürlich). Nun, ist ja auch egal. Auf jeden Fall ein gelungenes Votum. Oder mit den Worten eines Bündners: Huara guat.

17. Juni 2008 · 23:11 ····

meerbusen, sort of

Soll man sich mit sowas wirklich, äh, brüsten?

Investigativer Journalismus im heutigen NEWS-Heftli

Na sowas: Es war also gar nicht ihr Schauspieltalent, wie wir bislang immer gedacht haben! Verrückt, was diese Gratisheftli immer alles aufdecken.

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affaire publique ·· à faire public?

Das Geschreibsel eines in Zürich wohnhaften, berndeutsch- sprachigen Gelegenheitsbloggers so um die dreissig mit einer kaum zu leugnenden Affinität zu allerhand -ismen. Wer’s genauer wissen will, schreibt an juriÄTsarbachDOTcom.

 

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